Ein Blick in die Zukunft? Über das Potential von Virtual und Augmented Reality in Deutschland


Einfach eine Brille aufsetzen und man befindet sich an einem anderen Ort? Das Smartphone nutzen, um Objekte in den Raum zu projizieren? Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sind Trendthemen der digitalen Transformation. Hard- und Software haben in den vergangenen Jahren einen gewaltigen Sprung in der Entwicklung gemacht und sind raus aus den Kinderschuhen.

Die Welten, in die man mithilfe einer Virtual Reality Brille eintauchen und die Objekte, die man mithilfe von Augmented Reality projizieren kann, werden immer realitätsnaher. Einige Branchen und Unternehmen integrieren Virtual und Augmented Reality mittlerweile in Produktions- und Salesprozesse. Tendenz steigend.

Was halten die Deutschen von der Revolution digitaler Realitäten? Civey hat die Bundesbürger repräsentativ dazu befragt, wie stark Virtual und Augmented Reality sie interessiert, wie es um die Kaufabsichten steht und in welchem Bereich sie das größte Potential für den Blick in die Zukunft sehen.

Virtual und Augmented Reality – ein Männerthema?


Das Interesse der Deutschen für Virtual und Augmented Reality hält sich insgesamt in Grenzen. 76,2 Prozent geben an, nur „schwach“ an VR und AR interessiert zu sein, mehr als die Hälfte sogar „gar nicht“. Jeder Zehnte (9,8%) hat keine Meinung zu den beiden Technologien. Auffällig ist, dass die stärksten Abweichungen auftreten, wenn man das Ergebnis nach dem Geschlecht auswertet. Während nur etwa jede zehnte Frau (9,2%) „starkes“ Interesse angibt, sind es bei den Männern mit 18,5 Prozent doppelt so viele. Gleichzeitig haben Männer Virtual oder Augmented Reality deutlich häufiger bereits getestet als Frauen. Doppelt so viele Männer (12,1%) wie Frauen (6,3%) haben beides schon einmal ausprobiert.

Die Mehrheit der Deutschen würde sich keine VR-Brille anschaffen


Die überwiegende Mehrheit der Deutschen (66,6%) würde sich keine Virtual Reality Brille anschaffen. 43,6 Prozent geben sogar an, sich solch eine Brille „auf keinen Fall“ kaufen zu wollen.
Auch in dieser Frage zeigen sich starke Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Während rund ein Viertel der Männer (24,4%) angibt, sich grundsätzlich vorstellen zu können, eine Virtual Reality Brille anzuschaffen, spielt bei den Frauen nur etwa jede zehnte (10,4%) mit dem Gedanken.

Mehr als jeder Achte sieht kein Potential für Virtualted Reality


Fragt man die Deutschen danach, in welchen Bereichen sie das größte Potential für Virtual und Augmented Reality sehen, gibt die Mehrheit mit 24,1 Prozent „Gaming und Unterhaltung“ an. Jeder Zehnte (9,8%) nennt „Architektur und Bauwesen“, 8,5 Prozent „Bildungswesen“. 14,7 Prozent der Bundesbürger sehen hingegen gar „kein Potential“ für Virtual und Augmented Reality.

Virtual Reality in der Tourismusbranche?


Die Tourismusbranche wir als eines der zukünftigen Anwendungsfelder von Virtual Reality gehandelt. Zwar sehen lediglich 4,8 Prozent der Deutschen Potential für VR im Bereich „Tourismus/Reisebranche“. Fragt man die Bundesbürger allerdings, ob sie gerne die Möglichkeit hätten, Reiseziele vor der Buchung oder dem Reiseantritt mithilfe von Virtual Reality erkunden zu können, zeigt sich ein anderes Bild: 41,8 Prozent der Deutschen beantworteten diese Frage mit „Ja“. Demgegenüber stehen allerdings 41,9 Prozent, die die Frage verneinen. 16,3 Prozent sind „unentschieden“.