KI macht die Gesundheitsbranche zukunftsfähig

Die Intensivmedizin ist aktuell relevanter denn je zuvor und ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesundheitsversorgung – und doch gibt es hier noch einige Defizite. Fehlende Spezialist:innen führen beispielsweise in ländlich gelegenen Kliniken oftmals dazu, dass eine ideale Versorgung vor Ort nur schwer möglich ist. Neuste Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz schaffen hier eine Perspektive: Der Medical-On-Site-Assistent (kurz: Mona) der Clinomic GmbH überwacht die medizinischen Daten der Intensivpatienten, leitet diese an hochspezialisierte Stationen anderer Kliniken weiter und gleicht sie mit deren Forschungsdaten ab. So können Therapieentscheidungen auf Grundlage der Erfahrungen von Spezialist:innen getroffen werden, ohne, dass die Patient:innen verlegt werden müssen. Sollen eben diese spezialisierten Ärzt:innen in die Behandlung einbezogen werden, kommen die in Mona integrierten Kameras und Mikrofone zum Einsatz.

Tech-Assistenz für Kliniken und das Zuhause

Ärzt:innen bei Diagnosen und Therapieentscheidungen zu unterstützen, ist generell ein wichtiges Ziel KI-gestützter Anwendungen. So forscht die Medizinische Universität Wien aktuell an einer Bildanalyse, die mithilfe von KI Augenerkrankungen erkennen und durch die Analyse von Netzhaut-Scans die Diagnosestellung und das Patientenmanagement optimieren soll.

In den nächsten Jahren wird KI somit zunehmend in den Klinik-Alltag einziehen und den Weg zu einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung ebnen.

Doch nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch Zuhause kann KI dabei helfen, die eigene Gesundheit zu optimieren – das verspricht eine App des US-Start-Ups Biobetter. Durch Bluttests kann die in der App integrierte KI körpereigene Prozesse (Ernährung, Aktivität, Schlaf, Hormone etc.) analysieren. Auf der Grundlage dieser Daten werden dann Empfehlungen für den eigenen Lebensstil gegeben, welche zur Prävention von Krankheiten beitragen und sogar den Alterungsprozess verlangsamen sollen.
KI kann also zukünftig nicht nur im klinischen Bereich, sondern auch in unserem Alltag zum Einsatz kommen und zu einer Verbesserung der eigenen Gesundheit beitragen.